Kurz vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Mailand hat Annalena Baerbock einen symbolträchtigen Auftritt hingelegt: Die Präsidentin der Uno-Vollversammlung trug im Namen der Vereinten Nationen die olympische Flamme durch die lombardische Metropole.
Baerbock, einst Trampolinturnerin und ehemalige Aussenministerin Deutschlands, nahm in Sportanzug und mit Fackel in der Hand am offiziellen Lauf teil. Überreicht wurde ihr das Feuer vom chinesischen Basketballstar Yao Ming – ein Moment, den die 45-Jährige auf Instagram festhielt. «Ich hatte die Ehre, die olympische Flamme für die Vereinten Nationen zu tragen», erklärte Baerbock.
Sie verwies auf die symbolische Bedeutung der Spiele in einer Zeit globaler Spannungen: «Die Olympischen Winterspiele in Milano Cortina erinnern uns an unsere gemeinsame Zugehörigkeit zur Menschheit – und daran, was möglich ist, wenn wir uns an dieselben Regeln halten.» Werte wie Gerechtigkeit und Respekt seien zentral – im Sport wie in der internationalen Politik.
Die Eröffnungszeremonie fand am Freitagabend in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Das olympische Feuer wurde dabei erstmals zeitgleich an zwei Orten entzündet – ein Novum in der Olympia-Geschichte.