Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Österreichs Regierung warnt vor Orgasmus-Lücke bei Frauen

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Österreichs Regierung warnt vor Orgasmus-Lücke bei Frauen
Österreichs Regierung warnt vor Orgasmus-Lücke bei Frauen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Das österreichische Sozialministerium hat zum Weltorgasmustag für Irritationen gesorgt. Auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des von SPÖ-Ministerin Korinna Schumann geführten Ressorts wurden am Sonntag mehrere Infografiken veröffentlicht, in denen auf eine sogenannte «Orgasmus-Lücke» zwischen Männern und Frauen hingewiesen wurde, berichtet das Portal Apollo News.

HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE
ABD0032_20251205 - WIEN - ÖSTERREICH: Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) am Freitag, 5
HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE

«Frauen haben in heterosexuellen Beziehungen seltener Orgasmen als Männer – oder als Frauen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen», heisst es in einem der Sujets. Als Ursache nennt das Ministerium ein männlich geprägtes Verständnis von Sexualität, vermittelt unter anderem «in Mainstream-Pornos». Ziel sei es, über sexuelle Gesundheit aufzuklären – auch jenseits von Fortpflanzung. Lust, Vielfalt und Selbstbestimmung sollten stärker in den Fokus rücken.

Die Grafiken sind plakativ gestaltet, nutzen Emojis wie Pfirsich und Aubergine – Symbole mit eindeutigem Subtext. Das Ministerium betont, man wolle junge Menschen «in einer Sprache informieren, die sie verstehen».

Doch genau dieser Ton stösst auf Widerstand – nicht nur in der Opposition. Die FPÖ kündigte umgehend eine parlamentarische Anfrage an. Man wolle klären, welche Kosten die Aktion verursacht habe. «Die Österreicher bereiten sich auf Weihnachten vor, aber SPÖ-Sozialministerin Schumann hat offenbar nichts Besseres zu tun, als den Welt-Orgasmus-Tag auf Facebook gross abzufeiern», kritisierte Parteisprecherin Lisa Schuch-Gubik.

Auch innerhalb der SPÖ wird die Aktion laut Medienberichten kritisch gesehen – wenn auch nicht öffentlich. Das Ministerium verteidigte die Kampagne: Tabus seien Teil der Gesundheitsaufklärung, gerade beim Thema sexuelle Gesundheit. Der sogenannte Gender-Orgasmus-Gap verweise auf «strukturelle Unterschiede in Aufklärung, Rollenbildern und sexueller Selbstbestimmung – Unterschiede, die zweifellos bestehen».

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.