Österreich hat mal wieder seinen Opernball-Skandal: Die Aussenministerin belegt auf Kosten der Steuerzahler eine eigene Loge. Sie will dort wichtige Beziehungen pflegen – mit Albanien und den Philippinen
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Österreich hat mal wieder seinen Opernball-Skandal: Die Aussenministerin belegt auf Kosten der Steuerzahler eine eigene Loge. Sie will dort wichtige Beziehungen pflegen – mit Albanien und den Philippinen

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Österreich hat mal wieder seinen Opernball-Skandal: Die Aussenministerin belegt auf Kosten der Steuerzahler eine eigene Loge. Sie will dort wichtige Beziehungen pflegen – mit Albanien und den Philippinen
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Wer es zu etwas gebracht hat, leistet sich am legendären Wiener Opernball eine eigene Loge und beeindruckt damit seine Gäste.

Dem Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler steht traditionell je eine kostenlose Loge zu. Regierungschef Christian Stocker und einige andere Minister und Staatssekretäre sind verhindert. Die Koalitionsloge wird nicht ausgelastet sein.

Umso mehr gibt diese Meldung zu reden: Für Aussenministerin Beate Meinl-Reisinger von den liberalen Neos scheint es unter der Würde zu sein, sich unter ihre Regierungskollegen zu mischen. Sie hat eine eigene – kostenpflichtige – Loge gebucht.

Hans Klaus Techt/APA/Keystone
Österreichs Aussenministerin Beate Meinl-Reisinger.
Hans Klaus Techt/APA/Keystone

Ursprünglich hatte Meinl-Reisinger ihren US-Amtskollegen Marco Rubio an den Opernball eingeladen. Der kann oder will nicht. Als Ersatz dienen nun zwei andere Aussenministerinnen: Elisa Spiropali aus Albanien und Maria Theresa Parreño Lazaro von den Philippinen.

Beobachter staunen. Besonders viel zusätzlichen Glanz am Opernball verspricht man sich von diesem Besuch aus wenig schillernden Ländern nicht. Diese beiden Staaten seien aber «wichtig in unserer Diplomate», hiess es aus dem österreichischen Aussenministerium.

Als untere Grenze der Kosten für eine Loge mit Bewirtung werden 40.000 Euro genannt. Üblicherweise fällt die Rechnung allerdings um einiges höher aus, nicht selten bis auf das Doppelte.

Bezahlt werden die Sitze inklusive Speisen und dem einen oder anderen Glas Champagner aus dem «Repräsentationsbudget» des Aussenministeriums. Sprich: mit Steuergeldern.

Nicht einmal zwei Monate ist es her, als Beate Meinl-Reisinger auf X verkündete: «Wir meinen es ernst mit ‹Sparen im System› und verschlanken den Verwaltungsapparat.» Ausser natürlich, man kann mit globalen Playern aus Albanien und den Philippinen das Glas erheben.

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