Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Ökonomie-Professor Anders Åslund: Europa steht zu Kiew, Washington nicht

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Ökonomie-Professor Anders Åslund: Europa steht zu Kiew, Washington nicht
Ökonomie-Professor Anders Åslund: Europa steht zu Kiew, Washington nicht
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Donald Trumps Auftritt am Weltwirtschaftsforum in Davos hat eine tiefe Kluft zwischen Europa und den USA offenbart. Während EU-Staatschefs wie Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron und Friedrich Merz dem US-Präsidenten deutlich die Stirn boten, blieb die Kritik aus Kiew auffällig einseitig. Das irritiert Anders Åslund, Ökonom und Osteuropa-Experte, wie er in Beitrag für das Portal Kyiv Post schreibt.

IDA MARIE ODGAARD / KEYSTONE
epa12424142 European Commission President Ursula von der Leyen (L) greets Ukraine's President Volodymyr Zelensky at the 7th meeting of the European Political Community (EPC) in Copenhagen, Denmark, 02 October 2025
IDA MARIE ODGAARD / KEYSTONE

Trump, so Åslund, habe sich in Davos anti-europäisch geäussert und seine Entourage sei gar von sonst diskret auftretenden Gästen ausgebuht worden. Dass selbst europäische Nationalisten Protest äusserten, zeige, wie sehr der Ton aus Washington die europäischen Partner beleidigt habe.

Im Gegensatz dazu habe der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zwar eine starke Rede gehalten – doch deren Hauptziel war Kritik an Europa: zu langsam, zu wenig. Dabei verschweige er den eigentlichen Skandal – dass Trump sämtliche Hilfen an die Ukraine eingestellt habe. «Selenskyj sollte besser differenzieren», mahnt Åslund.

Tatsächlich stehe Europa mit 90 Milliarden Euro zugesagter Unterstützung an der Seite der Ukraine, während Trump Kiew zur Preisgabe von Territorien dränge und Putins Kurs offen schone. «Europa hilft der Ukraine, Trump hilft Putin», lautet Åslunds Fazit. Auch in der Uno stimmte Trumps Regierung zuletzt mit Russland gegen Resolutionen zur Verurteilung des Angriffskriegs.

Zwar habe Selenskyj zu Recht auf Europas Zögern bei der Beschlagnahmung russischer Öleinnahmen hingewiesen, doch verkenne er: Die EU habe ihre Importe drastisch reduziert, während die USA unter Trump neue Ölprojekte mit Russland diskutierten.

Åslund plädiert für Klarheit: Die Ukraine brauche europäische Solidarität – politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Wer dies untergrabe, sei nicht Europa, sondern Trump.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.