Die «Wirtschaftsweisen» erwarten auch 2026 keinen spürbaren Aufschwung für Deutschland. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung senkte seine Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) am Mittwoch leicht auf 0,9 Prozent. Im Frühjahr waren die Ökonomen noch von einem Plus von 1,0 Prozent ausgegangen.
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Im Gegensatz dazu rechnet die Bundesregierung mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent.
In ihrem Jahresgutachten kritisieren die Wirtschaftsweisen unter anderem die Nutzung des milliardenschweren Klima- und Transformationsfonds. Die geplanten Ausgaben entfalten laut dem Gremium bislang kaum Wachstumsimpulse – unter anderem weil Gelder oft für konsumtive Zwecke wie die Mütterrente statt für Investitionen verwendet würden.
Für 2025 erhöhten die Ökonomen ihre Prognose leicht auf ein Wachstum von 0,2 Prozent – zuvor war von Stagnation die Rede gewesen.
Langfristig belaste die deutsche Wirtschaft eine ganze Reihe struktureller Probleme: hohe Energiekosten, zunehmende Sozialabgaben und überbordende Bürokratie.