Wirtschaftsprofessor Thomas Mayer, ehemali-ger Chefökonom der Deutschen Bank und heutiger Direktor der Denkfabrik Flossbach von Storch Research Institute, zählt zu Deutschlands führenden Denkern. Mit Weltwoche-Redaktor Roman Zeller spricht er schonungslos über Friedrich Merz’ Koalitionsvertrag, die Stärken und -Schwächen der AfD, Trumps Zollpolitik als Brechstange und den Kapitalismus als «Wohlstandsmaschine». Mayer bezeichnet die Brandmauer als Fehler und den deutschen Sozialstaat als «Versorgungsstaat». -Europa sieht er in einer Krise. Wie weiter im Westen? Seite 14
PantherMedia / Michael Kedzior
Deutsche Politiker und Medien schäumen. Sie lassen kein gutes Haar am Friedensplan für die Ukraine, den US-Präsident Trump vorgelegt hat. Die Vorschläge werden als «Diktatfrieden» abgestempelt, ein Wort, das in der deutschen Geschichte einen besonders üblen Geruch hat. Trotz der allgemeinen Empörung machen sich allerdings erste Risse im Bild bemerkbar. Hinter der martialischen Rhetorik wachsen die Zweifel an der Fähigkeit der Europäer, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Philipp Gut analysiert die Lage eines Kontinents, der sich am Rande eines Nervenzusammenbruchs bewegt. Seite 18
«Mallorca – Where your dream meets the -Mediterranean». Mit diesem neuen Slogan habe Mallorca in den USA erreicht, wovon andere Destinationen nur träumen: einen Image-Wandel. Die Insel, schreibt unser Autor Oliver Stock, präsentiere sich neuerdings erfolgreich als -luxuriöses, kulturell reiches Ziel. Das zieht mehr und mehr Touristen aus Übersee an. -Darüber freuen sich die Einheimischen, bei denen die Amerikaner hohe Beliebtheit geniessen würden. Seite 21
Nach dem Ableben von Papst Franziskus steht der Vatikan am Scheideweg. 135 Kardinäle, die meisten davon vom verstorbenen Pontifex ernannt, treten im Mai zum Konklave an. Wer wird sein Nachfolger? Und welche Richtung schlägt die katholische Kirche nun ein – konservativ, liberal, -revolutionär? -Unsere Autoren Nicholas Farrell und Nico Spuntoni berichten aus dem Innersten der vatikanischen Machtmaschinerie. Ein Blick hinter die Mauern des Petersdoms – wenige Tage bevor der Rauch aufsteigt. Seite 24
Am 8. Mai gedenkt die Bundesrepublik des Kriegsendes vor achtzig Jahren. Die Rede ist vom «Tag der Befreiung» – als ob die -Deutschen zu den Opfern zählten und geholfen hätten, den Nationalsozialismus zu besiegen. Der Historiker Hubertus Knabe zeichnet in seinem Essay nach, wie sich die Erinnerung in West und Ost über die Jahrzehnte entwickelt hat. Er kommt zum Schluss: Mit der historischen Wirklichkeit hat all dies wenig zu tun. Seite 30
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