Mit historischen 203 Stimmen ist SVP-Bundesrat Guy Parmelin am Mittwoch von der vereinigten Bundesversammlung zum Bundespräsidenten für 2026 gewählt worden. Das beste Resultat seit dem Zürcher FDP-Bundesrat Fritz Honegger, der die Eidgenossenschaft 1982 präsidierte.
Leider ging auch diese feierliche Zeremonie nicht ohne linke Nebengeräusche über die Bühne. So hat es SP-Nationalrätin Jacqueline «Sleepy» Badran verpasst, bei der Austeilung der Stimmzettel an ihrem Platz zu sitzen. Sie konnte ihre Stimme im Namen ihrer Zürcher Wähler nicht abgeben.
SP-Nationalrat Eric Nussbaumer blieb bei einer Standing Ovation für den neugewählten Bundespräsidenten sowie den neuen Vizepräsidenten (FDP-Bundesrat Ignazio Cassis, 144 Stimmen) demonstrativ sitzen – als Einziger im Saal. Erst nach einer gewissen Zeit erhob sich der EU-Turbo und applaudierte mit merkwürdig theatralischen Gesten mit.
Gar nicht anwesend waren die linken Mitglieder der Waadtländer Kantonsregierung. Rebecca Ruiz (SP), Nuria Gorrite (SP) sowie Vassilis Venizelos (Grüne) wurden auf der Zuschauertribüne nicht gesichtet – wie eine welsche Journalistin bestätigte. Diese Bemerkung am Rand der historischen Präsidentenwahl zeigt, was die Linke von diesem Land und seinen Institutionen hält.