Die Polizei hat in Nordrhein-Westfalen mehrere Klimaaktivisten festgenommen, die eine Protestaktion auf einem Flugplatz geplant haben sollen. Unter den Verdächtigen ist auch die bekannte Klimaaktivistin Anja Windl. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe das auf dem Flugplatz Arnsberg-Menden abgestellte Flugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz beschädigen oder durch eine Farbaktion unbrauchbar machen wollte. Dies berichteten deutsche Medien.
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In der Nacht sollen drei Aktivisten nach dem Aufschneiden eines Zauns unbefugt auf das Gelände eingedrungen sein. Zuvor war der Polizei ein Fahrzeug aufgefallen, dessen Fahrer sich auffällig nach dem Flugplatz erkundigte. Bei der anschliessenden Überprüfung des Areals wurden die drei weiteren Personen gestellt. Alle vier Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen.
Nach Abschluss der ersten Massnahmen kamen sie wieder auf freien Fuss, da keine Haftgründe vorlagen. Gegen sie wird nun unter anderem wegen Hausfriedensbruchs und versuchter Sachbeschädigung ermittelt.
Die Aktivistengruppe bestätigte die Festnahme Windls. In einer Mitteilung hiess es, man habe versucht, das Privatflugzeug von Friedrich Merz mit pinker Farbe «stillzulegen», um gegen klimaschädlichen Flugverkehr zu protestieren. Windl erklärte: «Wir handeln hier aus Notwehr.»