Der niederländische Premierminister Dick Schoof hat offenbar versehentlich das Ziel der Nato für künftige Verteidigungsausgaben offengelegt. In einer Fragerunde am Freitag in Den Haag erklärte der parteilose Regierungschef, das Bündnis wolle bis spätestens 2032 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aufwenden. Dies berichtet T-online.
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Wie Schoof sagte, hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte den Mitgliedstaaten bereits vor über einer Woche einen vertraulichen Brief geschickt. Darin fordere er 3,5 Prozent für direkte Militärausgaben und 1,5 Prozent für verwandte Bereiche wie Infrastruktur oder Cybersicherheit.
Auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Brüssel wollte Rutte das Ziel nicht bestätigen: «Ich werde die Zahlen nicht kommentieren.» Merz sagte, es gehe nicht um abstrakte BIP-Anteile, sondern um steigende Anstrengungen, bessere Rüstungsbeschaffung und gemeinsame Systeme.