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«Nicht vorgesehen»: Schweiz stellt sich gegen einen Asylstopp für Syrer. Das SEM verteidigt seine Asylpraxis

Die Schweiz wird ihre Asylpraxis für syrische Flüchtlinge vorerst nicht ändern. Während Deutschland und Österreich vorübergehend alle Asylentscheidungen für Syrer gestoppt haben, bleibt das Staatssekretariat für Migration (SEM) bei seinem bisherigen Kurs.

«Stand heute ist ein Entscheidungsstopp nicht vorgesehen», schreibt das SEM auf Anfrage der Weltwoche. Man prüfe dies aber «je nach Entwicklung» regelmässig. Um beurteilen zu können, wie sich der Machtwechsel in Syrien auf das Asylwesen auswirke, sei es «noch zu früh».

© TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
Ein Angehoeriger des Grenzwachtkorps, rechts, fuehrt angekommene Migranten am Zoll des Bahnhofs Chiasso zur Zollkontrolle, aufgenommen am Samstag, 20
© TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI

Syrien gehört zu den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden in der Schweiz. Im Jahr 2023 stellten rund 1400 syrische Staatsangehörige ein Asylgesuch.

Die SVP hatte zuvor einen sofortigen Asylstopp gefordert. SVP-Asylchef Pascal Schmid sagte gegenüber 20 Minuten, dass mit dem Sturz des Assad-Regimes der Hauptgrund für die syrischen Flüchtlingswellen entfallen sei. Er forderte eine Neubeurteilung der Asylpraxis für Syrer.

Das SEM betonte jedoch, dass die Entwicklung in Syrien zunächst abgewartet werden müsse. Die Behörde verfolge die Situation in allen Herkunftsländern aufmerksam und passe ihre Praxis bei Bedarf an.

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