Ein Jahr nach der Landtagswahl legt die AfD in Thüringen weiter zu und festigt ihre Stellung als stärkste politische Kraft im Bundesland. Laut einer aktuellen INSA-Umfrage im Auftrag der Funke-Mediengruppe erreicht die Partei um den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke nun 37 Prozent – ein Plus von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Erhebung im Mai.
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Die CDU kommt in der Erhebung auf 25 Prozent (+1), während die SPD auf schwache 7 Prozent fällt (-1). Die Grünen liegen weiterhin bei nur 3 Prozent und wären damit erneut nicht im Landtag vertreten. Die Linkspartei stagniert bei 14 Prozent, während das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Vergleich zur Landtagswahl deutlich verliert und nun bei nur noch 9 Prozent liegt (minus 2). Die FDP wird unter «Sonstige» geführt und käme ebenfalls nicht ins Parlament.
Die rot-schwarze Koalition unter CDU-Ministerpräsident Mario Voigt, der mit BSW und SPD regiert, kommt zusammen nur noch auf 41 Prozent – vier Punkte weniger als bei der Wahl 2024.
Auch in Sachsen-Anhalt liegt die AfD aktuell deutlich vor der CDU, wie die Weltwoche berichtete. Eine Infratest-Umfrage sah die Oppositionspartei dort unlängst bei 39 Prozent – 12 Punkte vor den Christdemokraten. Auf Bundesebene liefern sich AfD und Union ein Kopf-an-Kopf-Rennen.