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Die Bundesregierung reagiert mit scharfer Kritik auf Berichte über einen US-russischen Friedensplan für die Ukraine. Kanzleramtschef Thorsten Frei sagte bei N-TV, «die ersten Nachrichten, die man dazu sieht, die sind durchaus verstörend». Der Bundesregierung sei von den Plänen nichts bekannt.
Laut Medienberichten handelt es sich um einen 28-Punkte-Plan. Die New York Times berichtet, das Papier sehe unter anderem die Abtretung des gesamten Donbass, eine deutliche Reduzierung der ukrainischen Armee sowie den Verzicht auf reichweitenstarke Waffen vor. Eine Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine solle verboten sein.
Frei nannte die bekannt gewordenen Inhalte «nicht akzeptabel». Es wirke, «als ob Putin damit Kriegsziele erreichen könnte, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat». Zudem mangele es dem Vorstoss an Glaubwürdigkeit, da Russland derzeit massiv zivile Infrastruktur angreife.