Nato-Generalsekretär Mark Rutte liefert neue Details über das «Rahmenabkommen» zu Grönland, das Donald Trump überraschend angekündigt hat.
Zum Zeitpunkt, als der US-Präsident in Davos landete, war ein militärisches Einschreiten der USA in Grönland bereits vom Tisch.
Eine gewaltsame Übernahme sei während der Treffen zwischen ihm und Trump in Davos nicht diskutiert worden, sagte Rutte gegenüber Fox News. «Dieses Thema kam in meinen Gesprächen mit dem Präsidenten nicht mehr zur Sprache.»
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Gleichzeitig bestätigte der Nato-Chef, dass er mit Trumps Bedrohungsanalyse übereinstimme: «Er (Trump) konzentriert sich sehr darauf, was wir tun müssen, um sicherzustellen, dass wir diese riesige Arktisregion, in der derzeit Veränderungen stattfinden und in der China und Russland immer aktiver werden, schützen können».
Gemäss Rutte geht es im Rahmenabkommen im Kern darum, wie die Nato-Staaten gemeinsam die Sicherheit gegen mögliche Feinde garantieren können.
In der Nato scheint man durch Trumps Powerplay, das viele als rüpelhaft bezeichnen, wieder zu einer gemeinsamen Stimme zu finden:
Trumps Forderung nach einer Verstärkung der Sicherheit in der Arktis bezeichnete Rutte in einem früheren Fox-Interview als «völlig richtig». Er wies darauf hin, dass die Gefahr einer Bedrohung durch Russland oder China in dieser Region von Tag zu Tag zunehme.
Und der Nato-Generalsekretär lobte auch Trumps Führungsstärke, mit der er andere Bündnisstaaten dazu gebracht habe, mehr Geld für die Verteidigung des Bündnisses auszugeben.
All jene, die bereits die Totenmesse auf die Nato anstimmten, mögen die Entwicklung um Grönland im Auge behalten. Die Militärallianz liegt Trump nahe. Er wird sie nicht aufgeben. Aber er rüttelt die Partner wach. Und schärft ihre Sinne dafür, was es braucht, um sie wieder flottzumachen.