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Neuer Mord an Christen in Nigeria. Kirchen brennen. Zehntausende Menschen sind an religiöser Gewalt gestorben. Doch die «Bewegten» im Westen machen lieber für Palästina mobil. Die Christenverfolgung in Afrika ist ihnen egal

Basel, gestern Abend: In Arafat-Tüchern skandieren Demonstranten an einer unbewilligten Demo «Free, free Palestine». Und versuchten den Badischen Bahnhof zu blockieren.

Kein Wort der Kritik an der Terrortruppe Hamas, die Trumps Friedensvorschlag noch immer nicht zugestimmt hat. Kein Wort über den Vorschlag, der von arabischen Staaten reihum, der Türkei und dem Papst unterstützt wird.

STRINGER / KEYSTONE
epa09999604 A pair of slippers stained with blood inside of St
STRINGER / KEYSTONE

Kein Wort auch über den neuen, brutalen Anschlag in Nigeria.

Die islamische Terrorgruppe Boko Haram tötete bei einem Überfall auf ein Dorf Christen, zerstörte Häuser und eine Kirche. Hunderte von Einwohnern flohen vor der Gewalt.

Es ist die jüngste Gräueltat in einer Blutspur, die sich seit über zwanzig Jahren durch das bevölkerungsreichste Land Afrikas zieht.

Pausenlos sind «bewegte» Menschen im Westen damit beschäftigt, Israel des Genozids zu bezichtigen. Doch vor dem Horror, den Menschen in Afrika erleiden, verschliessen sie Augen und Ohren. Zwischen 50.000 und 100.000 wurden in den letzten zwanzig Jahren getötet.

«In jedem Jahr werden mindestens 4000 Christen von extremistischen Gruppen getötet – oft mehr als im Rest der Welt zusammen», berichten christliche Organisationen. Das Morden führte zu einer Massenflucht. Fünfzehn Millionen Menschen wurden vertrieben. Gaza füllt täglich die Zeitungen. Doch über Christenverfolgung in Afrika wird kaum je berichtet.

Die Grabesstille durchbrochen hat jüngst Bill Maher, einer der erfolgreichsten TV-Talkhosts in den USA: «Nigeria, die Tatsache, dass dieses Thema nicht in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist, ist ziemlich erstaunlich», sagte Maher. «Ich bin kein Christ, aber in Nigeria werden Christen systematisch getötet. Seit 2009 wurden über hunderttausend Menschen getötet. 18.000 Kirchen wurden niedergebrannt», so Maher weiter. «Das ist viel mehr ein versuchter Genozid als das, was in Gaza stattfindet. Sie versuchen buchstäblich, die christliche Bevölkerung eines ganzen Landes auszulöschen.»

«Wo sind die Kinder, die dagegen protestieren?», fragte Maher.

Und kritisierte die mangelnde Berichterstattung in den Mainstream-Medien. «Wenn Sie nicht wissen, was in Nigeria vor sich geht, sind Ihre Medienquellen schlecht. Sie leben in einer Blase.»

In einer Blase, in der es nur ein Leiden auf der Welt gibt: Palästina.

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