Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat bei einem Besuch in Tokio für eine stärkere sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Japan geworben. In einer Zeit globaler Instabilität müssten demokratische Staaten enger zusammenrücken, so Rutte. Japan sei zwar kein Nato-Mitglied, aber ein «wertvoller Partner», sagte er nach einem Treffen mit Premierminister Fumio Kishida, berichtet die Deutsche Welle.
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Rutte, der sich erstmals als Generalsekretär in Japan aufhielt, betonte die strategische Bedeutung des indopazifischen Raums. Angesichts der Bedrohung durch Russland und der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel wolle man die Beziehungen zu regionalen Partnern wie Japan, Südkorea und Australien vertiefen.
Japan bleibt zurückhaltend, was eine militärische Beteiligung an Nato-Einsätzen betrifft. Zwar unterstützt Tokio humanitär und logistisch die Ukraine, eine direkte Kampfunterstützung ist laut Regierung ausgeschlossen. Japan wolle seine Rolle jedoch ausbauen, so Kishida. Auch Verteidigungsminister Minoru Kihara erklärte, man wolle «die Sicherheit und Kooperation mit der Nato weiterentwickeln».
Rutte kritisierte zudem Chinas Nähe zu Russland: Peking unterstütze Moskaus Krieg gegen die Ukraine und gefährde die regelbasierte internationale Ordnung. In diesem Kontext sei Japans sicherheitspolitisches Engagement besonders wertvoll.
Ein Nato-Beitritt Japans bleibt laut Experten jedoch unrealistisch.