Die Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gaza-Krieg zwischen Israel und der Hamas machen offenbar Fortschritte. Wie die Financial Times unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, stehen beide Seiten kurz vor einer Einigung. Offen sind noch zentrale Fragen zur Stationierung israelischer Truppen während der geplanten Feuerpause.
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Der Vorschlag, den die USA, Katar und Ägypten vergangene Woche unterbreitet hatten und dem beide Konfliktparteien grundsätzlich zustimmten, sieht eine zweimonatige Waffenruhe, die Freilassung von über der Hälfte der noch verbliebenen fünfzig israelischen Geiseln und den Beginn von Gesprächen über ein dauerhaftes Kriegsende vor.
Strittig bleibt laut Bericht die Forderung Israels, während der Feuerpause eine breite Zone im Süden des Gazastreifens sowie einen ein Kilometer breiten Korridor entlang der Grenze zu halten. Die Hamas wiederum verlangt Garantien, dass die Feuerpause tatsächlich in ein Kriegsende münden wird – ein Punkt, bei dem laut US-Aussenminister Marco Rubio die «Hamas das Problem darstellt». Er lehnt den von der Hamas geforderten vollständigen Truppenabzug als «Rückkehr zur alten Hamas» ab.
Ein überarbeiteter Vorschlag sieht vor, dass die noch lebenden israelischen Geiseln in zwei Phasen freigelassen werden – zu Beginn und am Ende der sechzig Tage, Letzteres unter der Bedingung eines Einverständnisses zum Kriegsende. Auch die Übergabe der Leichname von neun getöteten Geiseln sei vorgesehen.