Nach Grossbritannien, Kanada, Australien und Frankreich hat nun auch Portugal einen palästinensischen Staat anerkannt. Portugals Aussenminister Paulo Rangel sprach von der «Erfüllung einer grundlegenden, beständigen und weithin anerkannten Politik». Ziel sei eine Zweistaatenlösung, die als einziger Weg zu einem dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern gesehen werde.
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Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte: «Die Anerkennung Palästinas ist keine Belohnung für die Hamas, sondern das Gegenteil ihrer hasserfüllten Vision.» Ähnlich äusserte sich der kanadische Regierungschef Mark Carney, der Israel zudem vorwarf, aktiv eine Zweistaatenlösung zu blockieren. Australien sprach von einem «legitimen Streben des palästinensischen Volkes» nach einem eigenen Staat und betonte die gemeinsame Linie mit den anderen drei Staaten.
Israel reagierte scharf. Das Aussenministerium in Jerusalem bezeichnete die Anerkennung als «Belohnung für die dschihadistische Hamas». Oppositionsführer Jair Lapid nannte sie eine «diplomatische Katastrophe», kritisierte aber auch die Netanjahu-Regierung für ihr diplomatisches Versagen. Deutschland und die USA lehnen eine Anerkennung Palästinas derzeit ab. Berlin betont jedoch, dass eine Zweistaatenlösung weiterhin das Ziel bleiben müsse.