Still und heimlich investiert das Europäische Parlament 455 Millionen Euro in eine umfassende Sanierung seines Hauptsitzes in Brüssel. Ziel sei es, aus dem Paul-Henri-Spaak-Gebäude ein «nahezu energieneutrales Gebäude» zu machen, wie das Kommunikationsteam des Parlaments der belgischen Zeitung De Standaard bestätigte. Zusätzlich sollen Sicherheits- und technische Einrichtungen modernisiert werden. Die Arbeiten sollen von 2024 bis 2031 andauern.
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Der Bau stammt aus dem Jahr 1992, gilt aber inzwischen als energetisch überholt. Obwohl das Parlament den Auftrag an das Architekturbüro Klarc bereits im Januar 2025 vergeben hatte, wurde das Projekt bislang kaum öffentlich kommuniziert. Klarc ist ein Konsortium aus Kaan Architects, Low Architects und dem Beratungsunternehmen Arcadis.
Die Sanierung betrifft insgesamt 84.153 Quadratmeter – darunter das Plenum, Büros und Medienräume. Offiziell begründet das Parlament die Arbeiten mit dem Ziel, den aktuellen Energie- und Umweltstandards zu genügen. Die Wahl fiel auf Klarc unter anderem aufgrund der Erfahrungen des Büros bei der Renovierung des Königlichen Museums der Schönen Künste in Antwerpen.
Öffentliche Kritik blieb bislang weitgehend aus – auch weil die Informationen zu Projektumfang und Vergabe im Stillen kommuniziert wurden.