Der norddeutsche Windkraftanlagenbauer Eno Energy hat überraschend Insolvenz angemeldet. Wie die Bild-Zeitung berichtet, betrifft die Pleite rund 280 Mitarbeitende des Familienunternehmens mit Sitz in Rostock. Noch vor kurzem galt die Firma als Vorzeigeprojekt der Windbranche – nun steht sie vor dem Aus.
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Drei Faktoren führten laut Unternehmenssprecher Patrick Rudolf zur Krise: hohe Gebühren durch beschleunigte Genehmigungen, sinkende Preise infolge des Wettbewerbs und der Verlust eines zentralen Zulieferers. Die Rotorblätter dieses Partners sind essenziell für die zertifizierten Turbinen von Eno – ohne sie müssen Projekte umgeplant werden, wodurch sich Einnahmen verzögern.
Eno Energy wurde 1999 gegründet und entwickelt, baut sowie wartet Windkraftanlagen. Der Fall wirft Fragen zur Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit der deutschen Energiewende auf – gerade für mittelständische Akteure, die politisch geförderte Entwicklungen letztlich nicht stemmen können.