Ein manipuliertes Studiopublikum in der ZDF-Wahlsendung «Schlagabtausch» sorgt für politischen Aufruhr. Kritiker werfen dem Sender vor, gezielt ein parteiisches Publikum aus dem linken Milieu eingeladen zu haben. Das ZDF habe zudem versucht, sich mit falschen Behauptungen aus der Affäre zu ziehen, was Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) als «kriminogen» bezeichnete.
CHRISTOPH SOEDER / KEYSTONE
Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz sieht in der Affäre eine «plumpe Propaganda» für das rot-grüne Lager. In der Bild-Zeitung warnt er vor einer zunehmenden politischen Einseitigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender. Auch FDP-Generalsekretär Marco Buschmann und CDU-Politikerin Julia Klöckner kritisierten das ZDF scharf und forderten mehr journalistische Neutralität.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht in der ZDF-Praxis einen Vertrauensverlust und verlangt Reformen. AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel bemängelt fehlende Transparenz und warnt vor langfristigen Folgen für die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Sahra Wagenknecht (BSW) geht noch weiter: Sie unterstellt, das ZDF habe bewusst versucht, ihre Partei zu benachteiligen.