Serbiens Präsident Alexandar Vucic hat am Donnerstag Bundespräsidentin Viola Amherd und Bundesrat Beat Jans in Bern getroffen. Die Gespräche drehten sich um die bilateralen Beziehungen, die Situation im Westbalkan, Migration sowie den Krieg in der Ukraine.
Amherd und Vucic würdigten die politischen und wirtschaftlichen Kontakte zwischen der Schweiz und Serbien. Rund 60 000 Serbinnen und Serben leben in der Schweiz, während etwa 3000 Schweizer Staatsangehörige in Serbien wohnen. Die Bundespräsidentin kündigte die Teilnahme der Schweiz an der Expo 2027 in Belgrad an und bekräftigte die Unterstützung für Serbiens europäische Integration. «Um die Integration voranzubringen, sind weitere rechtsstaatliche Reformen und die Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo erforderlich. Die mangelnden Fortschritte in diesem Prozess sind aus Sicht der Schweiz enttäuschend», heisst es in einer Mitteilung.
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Auch der Krieg in der Ukraine war Thema. Amherd und Vucic diskutierten über Wege zu einem dauerhaften Frieden. Die Bundespräsidentin unterstrich die Notwendigkeit konkreter Schritte mit Einbezug beider Seiten.
Bundesrat Beat Jans knüpfte an frühere Gespräche mit Vucic in Belgrad an. Er hob die Zusammenarbeit in den Bereichen Migration und Sicherheit hervor und thematisierte die Auswirkungen des EU-Migrations- und Asylpakts auf Serbien.
Vucic war zuvor am Mittwochabend zu Gast im Zürcher Hotel Dolder Grand bei der jährlichen «Zürcher Rede» der Weltwoche. Im Gespräch mit Verleger und Chefredaktor Roger Köppel stellte Vucic die Position Serbiens im Ukraine-Konflikt klar.
Die ganze Rede des serbischen Präsidenten sehen Sie hier: