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Nach Wahl in Baden-Württemberg: SPD-Jungpolitiker kritisiert eigene Parteiführung

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Nach Wahl in Baden-Württemberg: SPD-Jungpolitiker kritisiert eigene Parteiführung
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Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Robin Mesarosch übt nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg scharfe Kritik an seiner Partei. «Meine Partei hat am Sonntag ein Ergebnis eingefahren, für das es keine Worte gibt», sagte der 34-Jährige in einem Video auf Instagram.

Darin kritisiert Mesarosch vor seinen rund 119.000 Followern Organisation, Kommunikation und Strategie der SPD. In der südlichen Hälfte Baden-Württembergs mit rund 4,2 Millionen Einwohnern werde die Partei künftig nur noch von zwei Abgeordneten im Landtag vertreten. «Zwei für 4,2 Millionen!», sagte er.

SEBASTIAN GOLLNOW / KEYSTONE
Robin Mesarosch (rechts) mit den SPD-Bundesvorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil.
SEBASTIAN GOLLNOW / KEYSTONE

Als Gründe nennt der Politiker «miserable Kommunikation, miserable Organisation und Inhalte, die teils gut waren, […] aber die am Ende auch oft zu wünschen übrig gelassen haben». Die Lage der Partei sei insgesamt «seit Jahren unterirdisch».

Zugleich kritisierte Mesarosch Personalentscheidungen in Baden-Württemberg. Der bisherige Generalsekretär Sascha Binder, der laut Mesarosch den Wahlkampf «massgeblich und qua Amt» geleitet habe, sei zwar zurückgetreten, inzwischen jedoch zum Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion gewählt worden. «Aber heute […] ist er jetzt plötzlich Vorsitzender von der Landtagsfraktion, und das geht nicht», sagte er.

Unter dem Video zeigten mehrere Politiker Zustimmung, darunter die frühere SPD-Parteichefin Saskia Esken, die Bundestagsabgeordnete Rasha Nasr und Juso-Chef Philipp Türmer.

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