Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach Verhandlungen in Genf: Bundesrat will Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten einschränken 

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Nach Verhandlungen in Genf: Bundesrat will Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten einschränken 
Nach Verhandlungen in Genf: Bundesrat will Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten einschränken 
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der Bundesrat will diplomatisches Personal aus Russland an die kurze Leine nehmen. Die Landesregierung hat an ihrer Sitzung vom Mittwoch das mittlerweile 19. Sanktionspaket der EU gegen Russland abgenickt. Demnach soll eine Meldepflicht bei der Einreise russischer Diplomaten eingeführt werden, schreibt der Bundesrat in einer Medienmitteilung. Damit folgt der Bundesrat der Europäischen Union, die die «Kontrolle über die Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten» in der gesamten EU verstärken will.

© KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Bundespräsident Guy Parmelin mit Bundesrat Beat Jans (rechts) und Michael Schöll, Direktor Bundesamt für Justiz (links).
© KEYSTONE / PETER SCHNEIDER

Was die Landesregierung nicht schreibt: In der Bundesverwaltung wird die Massnahme mit «zunehmenden nachrichtendienstlichen Aktivitäten» der Russen im Kontext des Ukraine-Kriegs begründet. Auf Fragen der Weltwoche wollte Bundespräsident Guy Parmelin (SVP), der als Wirtschaftsminister federführend ist bei den Sanktionen, am frühen Nachmittag nicht eingehen. Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel hatte bereits in seiner morgendlichen «Daily»-Sendung über die neuen Sanktionen berichtet.

Während die Massnahme aus neutralitätspolitischer Sicht problematisch sein könnte – gilt die Meldepflicht auch für ukrainische Diplomaten? –, ist vor allem der Zeitpunkt fraglich. Erst vergangene Woche ist es dem Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) gelungen, nebst Delegationen aus den USA und aus der Ukraine auch eine Vertretung Moskaus nach Genf zu holen. Ein zweites Treffen für Friedensverhandlungen soll demnächst vorgesehen sein.

Die erneute Übernahme EU-Sanktionen dürfte die Stellung der Schweiz als neutrale Mittlerin schwächen. Auch im Handels-, im Energie- sowie im Finanzbereich übernimmt die Schweiz Massnahmen des EU-Pakets. So gilt in der Schweiz unter anderem bald ein vollständiges Kauf- und Importverbot von russischem Flüssigerdgas (LNG). Im Finanzbereich soll der Zahlungsverkehr der Russen zusätzlich erschwert werden.

Nebst dem Inhalt und dem Zeitpunkt erstaunt auch die Form. Angesichts der potenziellen Tragweite hat der Bundesrat die neuen Sanktionen ohne Nebengeräusche durchgewinkt. Dem Vernehmen nach soll es dazu keine Mitberichte und somit keine Einwände anderer Regierungsmitglieder gegen den Antrag aus dem Departement Parmelin gegeben haben. Klammheimlich setzt der Bundesrat seine eben erst wiedergewonnene Vermittlerrolle aufs Spiel.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.