Angesichts einer Serie von Belästigungen und gewalttätigen Zwischenfällen greift die Gemeinde Pruntrut im Kanton Jura nun durch: Ab dem 4. Juli erhalten nur noch Schweizer Staatsangehörige, Personen mit Wohnsitz in der Schweiz oder mit gültigem Schweizer Arbeitsvertrag Zugang zum städtischen Freibad. Das berichtet die Zeitung Le Quotidien jurassien.
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Hintergrund ist eine auffällige Häufung von Zwischenfällen seit Beginn der Badesaison. Über zwanzig Hausverbote wurden ausgesprochen – laut Gemeindepräsident Lionel Maitre mehrheitlich gegen französische Staatsangehörige. Ihnen werden unter anderem Belästigungen gegenüber jungen Frauen, Baden in Unterwäsche, Unhöflichkeit und sogar gewalttätiges Verhalten nach Ermahnungen vorgeworfen.
Erlaubt bleibt der Zugang weiterhin für französische Grenzgänger mit Arbeitsbewilligung sowie für Touristen mit Übernachtungsnachweis aus einem Hotel oder Campingplatz der Region. Die Regelung solle, so die Gemeinde, «ein friedliches, respektvolles und sicheres Klima» im Schwimmbad gewährleisten.