Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach Streichung von SRF-«Wissenschaftsmagazin»: Wie Meeresforscher und Klimaseniorinnen-Unterstützer Thomas Frölicher um seine öffentlich-rechtliche Aktivisten-Bühne bangt

Bei SRF geht es drunter und drüber. Fünfzig Vollzeitstellen wollen die Spitzen am Leutschenbach bis Ende 2026 streichen. Betroffen ist auch die Wissenschaftsredaktion von Radio SRF, die von 530 auf bloss noch 180 Stellenprozente abgebaut werden soll.

Das «Wissenschaftsmagazin» will man ab 2026 gar komplett streichen. Das sorgt verständlicherweise für scharfe Kritik. Die Wogen gehen hoch. Etwa bei Wissenschaftsredaktor Christian von Burg, der den Entscheid zunächst auf seinem Linkedin-Profil kritisiert hatte, bevor er seinen Kommentar kurze Zeit später wieder löschte.

Nach Streichung von SRF-«Wissenschaftsmagazin»: Wie Meeresforscher und Klimaseniorinnen-Unterstützer Thomas Frölicher um seine öffentlich-rechtliche Aktivisten-Bühne bangt

Am Wochenende doppelte von Burg nach. Er nutzte das Gefäss des SRF-«Wissenschaftsmagazins» gleich dazu, Kritik an den eigenen Chefs zu platzieren. Dafür durfte der Klimaforscher Thomas Frölicher, der keinerlei Verständnis für den Entscheid aufbringen kann, die ganz grosse Keule schwingen.

Frölicher, der an der Universität Bern über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane forscht, warnt vor dem Schlimmsten: Durch den Wegfall der Sendung rechnet der Klimaforscher damit, dass künftig «Fake News und Verschwörungstheorien noch mehr an Einfluss» gewinnen könnten.

Eine «wertvolle, faktenbasierte Informationsquelle» gehe damit verloren. «Faktenbasiert», das ist beim «Wissenschaftsmagazin» alles, was die grüne Energiepolitik vorantreibt. Wer die Sendung kennt, der weiss: Gepusht wird dort ohne Unterbruch der rasche Ausstieg aus fossilen Energien.

Es ist eine Politik, die auch Aktivist Frölicher vorantreibt. Der Klimaforscher ist Mitautor des Berichts des Weltklimarats IPCC zu den Ozeanen, der davon ausgeht, dass der Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts fast einen Meter ansteigen könnte. Als Forscher unterstützte Frölicher auch die Klimaseniorinnen, die die Schweiz vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagt hatten.

Im Leutschenbach ist der Akademiker ein gerngesehener Gast. Ob «Echo der Zeit», «Wissenschaftsmagazin» oder «Kontext»: Der Klimaforscher lässt in den SRF-Gefässen keine Gelegenheit aus, über Klimagefahren zu orakeln.

Sorgen bereiten dem Aktivisten wohl in Wahrheit weniger «Fake News», sondern vielmehr die Umstände, dass er durch den SRF-Abbau künftig weniger oft eine Bühne im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erhalten dürfte.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.