Nach dem Bruch der Regierungskoalition in Brandenburg verliert die SPD weiter an Rückhalt: In einer aktuellen Insa-Umfrage im Auftrag des Nordkuriers liegt die AfD mit 34 Prozent deutlich vor der SPD, die auf 25 Prozent kommt. Damit beträgt der Abstand zwischen den beiden Parteien neun Prozentpunkte – trotz eines leichten Zugewinns für die Sozialdemokraten im Vergleich zur letzten Erhebung im September.
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Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte vergangene Woche das Bündnis mit dem BSW aufgekündigt und sich für Verhandlungen mit der CDU ausgesprochen. Gemeinsam verfügen SPD und CDU derzeit im Landtag über eine Mehrheit, doch laut Umfrage würden sie diese bei einer Neuwahl nicht halten. Die CDU kommt unverändert auf 13 Prozent. Linke und BSW liegen bei jeweils 8 Prozent, die Grünen bei 5 Prozent.
Besonders brisant: 68 Prozent der Befragten sprechen sich für Neuwahlen aus, lediglich 29 Prozent sind dagegen. Eine Mehrheit im Landtag hatte sich allerdings gegen eine Auflösung des Parlaments gestellt. Woidke lehnt Neuwahlen ebenfalls ab und begründet dies mit dem hohen Zeitverlust.
Für die Umfrage wurden von 9. bis 14. Januar 1000 Wahlberechtigte online befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.