Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach elf Tagen im Amt für Monate krankgeschrieben: Brandenburger Kleinstadt will Bürgermeister loswerden

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Nach elf Tagen im Amt für Monate krankgeschrieben: Brandenburger Kleinstadt will Bürgermeister loswerden
Nach elf Tagen im Amt für Monate krankgeschrieben: Brandenburger Kleinstadt will Bürgermeister loswerden
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

In Zehdenick, einer Kleinstadt mit rund 14.000 Einwohnern nördlich von Berlin, sorgt der Fall des Bürgermeisters Alexander Kretzschmar für Empörung – und möglicherweise hohe Kosten. Der parteilose Ex-Polizist trat sein Amt im März 2025 an, meldete sich jedoch nur elf Tage später krank. Seitdem gilt er als dienstunfähig. Die Stadtverordnetenversammlung hat nun einstimmig ein Abwahlverfahren eingeleitet.

Nach elf Tagen im Amt für Monate krankgeschrieben: Brandenburger Kleinstadt will Bürgermeister loswerden

«Man hört immer nur, dass der Bürgermeister wieder krankgeschrieben ist, wieder nicht da ist», erklärte ein Sprecher einer Bürgerinitiative zur Zeitung Die Welt. Diese sammelt bereits Unterschriften für seine Abwahl. Der Vorgang kommt die Stadt teuer zu stehen: Da Kretzschmar nicht freiwillig zurückgetreten ist, muss ein offizieller Bürgerentscheid organisiert werden, dessen Kosten zwischen 13.000 und 14.000 Euro liegen sollen.

Hinzu kommt ein potenzieller finanzieller Anspruch: Laut Bild stehen Kretzschmar Versorgungsbezüge bis 2033 zu – darunter drei Monate volles Gehalt und danach fünf Jahre lang 71,75 Prozent der Endstufe der Besoldungsgruppe A16, was derzeit etwa 8663 Euro im Monat entspricht.

Kretzschmar weist die Vorwürfe zurück. In der Märkischen Allgemeinen Zeitung erklärte er, alles getan zu haben, «um schnell gesund zu werden». Ein medizinisches Gutachten vom August habe eine Rückkehr ins Amt in Aussicht gestellt. Dass diese Einschätzung im Abwahlbeschluss nicht berücksichtigt worden sei, sieht er als Grund, einen Rücktritt abzulehnen. Er spricht von «Falschbehauptungen» und «Weglassen von Tatsachen».

Der Bürgerentscheid ist für den 25. Januar 2026 angesetzt. Bereits zwei Vorgänger von Kretzschmar waren vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.