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Nach dem Wechsel von Matthias Jauslin (FDP) zur GLP fragt sich: Wer müsste eigentlich sonst noch wechseln?

Nach dem Übertritt des Aargauer FDP-Nationalrats Matthias Jauslin zu den Grünliberalen schimpft Thierry Burkart, dies sei «eine Verfälschung des Wählerwillens». Für die FDP kommt die Schlagzeile des Wechsels zur Unzeit, denn es ist für die Freisinnigen schwer genug, sich in den nächsten Monaten zu einer Position in der Frage des EU-Anbindungs-Vertrags zu bekennen. Die FDP hat nicht einfach ein Führungsproblem, sondern ein Basisproblem: Es gibt eine Art grünliberalen Flügel auch bei der Wählerschaft, der regelmässig Leute wie Matthias Jauslin ins Parlament wählt.

© KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Matthias Samuel Jauslin, FDP-AG, spricht waehrend der dringlichen Debatte um Energiepreise, waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 28
© KEYSTONE / ANTHONY ANEX

Spätestens nach dem Rauswurf Jauslins aus der von ihm geliebten Umwelt- und Energiekommission nach den letzten Wahlen hing der Haussegen ohnehin schief. Solche Disziplinierungsaktionen haben meistens Folgen; dies war Ende 2007 auch bei der SVP der Fall, als Linksabweichlern Kommissionssitze entzogen wurden. Denn der Rauswurf bildeten einen der Gründe für die Abspaltung der BDP. Was immerhin die Flügelkämpfe innerhalb der Volkspartei augenblicklich beendete.

Nun kann man Matthias Jauslin immerhin attestieren, dass er ehrlich zu seinen eher weniger bürgerlichen, dafür umso ökologischeren Ansichten steht. Nur gibt es in der FDP-Fraktion in Bern andere Exponenten, die genauso vom liberalen, bürgerlichen Kompass abweichen und eigentlich in eine linkere Partei gehören würden.

Erster Kandidat wäre der Waadtländer Ämtchen-Sammler Laurent Wehrli, der nach seinem Stimmverhalten nicht bloss in die GLP gehört, sondern im Grunde schon fast zum gemässigten Flügel der SP. Die St. Gallerin Susanne Vincenz-Stauffacher steht im Zweifelsfall ebenfalls zuverlässig auf der feministisch-progressiven Seite. Sogar der FDP-Fraktions-Chef Damien Cottier fällt in manchen Fragen als Linksabweichler auf, die Bündnerin Anna Giacometti und manch andere mehr ebenfalls. Bei Maja Riniker ist ebenfalls ziemlich unsicher, für welches Lager sie bei Stimmengleichheit zwischen rechts und links den Stichentscheid fällen wird.

Immerhin politisieren die früheren Parteipräsidenten der politischen Mitte wieder viel rechter und bürgerlicher, sobald sie zurückgetreten sind. Das sieht man zuverlässig am Beispiel der Schwyzer FDP-Ständerätin Petra Gössi. Wetten, dass spätestens im Sommer auch Mitte-Chef Gerhard Pfister zu seinem konservativen Ausgangskurs zurückfindet?

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