Die Klimakatastrophe wurde abgesagt – zumindest vom Stimmvolk des Kantons Zürich. Mit fast 60 Prozent sagt es nein zu einem kantonalen Energiegesetz, das den Ausstoss von Treibhausgasemissionen ab 2040 verbieten wollte. Sogar die linke Stadt Winterthur sagte nein.
Zürich ist der zweite Kanton, der einem völlig unrealistischen und daher nutzlosen Netto-Null-Ziel eine klare Absage erteilt. Im vergangenen November sagte das Wallis mit gut 56 Prozent klar nein zu einem ähnlichen Gesetz, das ebenfalls vorsah, bis 2040 klimaneutral zu sein.
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Die Resultate machen deutlich: Das Volk hat die rot-grüne Klimaelite durchschaut – auch auf Bundesebene. Bereits beim Klimagesetz vor zwei Jahren sagten sieben Kantone nein zum Netto-Null-Ziel 2050. Je näher diese Jahreszahl kommt, desto breiter dürfte die Koalition der Klimarealisten werden.
Sogar Reto Knutti sieht ein, dass seine Klimatheorien in der Realität bei der Bevölkerung nicht ankommen. «2050 ist technisch erreichbar und finanzierbar, wenn wir es wollen und uns anstrengen», sagt der konsternierte ETH-Professor in der NZZ, «ob es politisch möglich ist, weiss ich nicht».
Auch ohne ETH-Abschluss kann man heute die Prognose wagen: Nein, Herr Knutti, auch 2050 wird es politisch nicht möglich sein. Noch 2019, auf dem Hoch des weltweiten Klima-Alarmismus, sagte Knutti in der Republik Folgendes:
«Was bis 2050 gefordert ist, ist null CO2. Das heisst nicht: ein bisschen sparen. Null bedeutet null. Den Verbrennungsmotor gibt es dann nicht mehr. Fliegen gibt es nicht mehr, ausser es gelingt uns, synthetisches Kerosin als Alternative auf den Markt zu bringen oder CO2 zu sequestrieren. Eine Ölheizung gibt es nicht mehr. Wir werden unser Leben umstellen müssen.»
Sechs Jahre später muss vor allem der Professor sein Forschungsgebiet oder zumindest seine Fragestellung umstellen. Ob 2040 oder 2050 – die Menschen haben keinen Bock auf Verzicht und Verbote. Der Weltuntergang lässt weiter auf sich warten.