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Nach dem Treffen Trumps mit Selenskyj müssen sich die Europäer ernsthaft fragen, was sie sein wollen: Kriegspartei oder Vermittler?

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Nach dem Treffen Trumps mit Selenskyj müssen sich die Europäer ernsthaft fragen, was sie sein wollen: Kriegspartei oder Vermittler?
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So «toll», wie Donald Trump meinte, war sein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj nicht. Er selbst relativierte seine Begeisterung. Selbst wenn es «wirklich gut» laufe, werde es ein paar Wochen dauern, bis die Waffen schwiegen.

Trumps Problem: Am Verhandlungstisch sitzen ihm drei Parteien gegenüber – Russland, die Ukraine und die Europäer.

Letztere haben eine Schlüsselrolle. Sie müssen entscheiden, was sie sein wollen: Waffenbruder der Ukraine. Oder Vermittler.

PRESIDENTIAL PRESS SERVICE HANDO / KEYSTONE
epa12616356 A handout photo made available by the Presidential Press Service shows US President Donald Trump (R) meeting with Ukrainian President Volodymyr Zelensky (L) in Florida, USA, 28 December 2025
PRESIDENTIAL PRESS SERVICE HANDO / KEYSTONE

Bislang war klar: Europa ist Partei. Schulter an Schulter mit Kiew. Gegen Moskau und Washington. Polens Donald Tusk wünschte Selenskyj viel Glück fürs Treffen in Florida.

Russlands Aussenminister Sergei Lawrow lag richtig mit seiner Einschätzung, dass die Europäer noch jeden Vorschlag der USA torpediert hätten. Damit verlängern sie das Leiden, das Sterben, die Verzweiflung.

Zum Glück gibt es Anzeichen für ein Umdenken. Emmanuel Macron hat das bislang Unaussprechbare ausgesprochen: Wir müssen mit Moskau reden. Ungarn, Tschechien, die Slowakei hätte er auf seiner Seite. Was ihm fehlt, ist ein starker Partner: Deutschland.

Olaf Scholz würde mitmachen. Aber der ist ja leider nicht mehr Kanzler. Und so nimmt das Leiden, das Sterben, die Verzweiflung noch kein Ende.

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