Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Zelllabor in Lausanne produziert Haut für elf Schwerverletzte

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Zelllabor in Lausanne produziert Haut für elf Schwerverletzte
Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Zelllabor in Lausanne produziert Haut für elf Schwerverletzte
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Silvesternacht arbeitet das Universitätsspital Lausanne (CHUV) unter Hochdruck. Das hauseigene Zentrum für Zellproduktion hat bislang Hautgewebe für elf Brandopfer gezüchtet. Wie der Blick berichtet, wiesen die betroffenen Patienten Verbrennungen an mehr als 60 Prozent ihrer Körperoberfläche auf – eine Belastung, wie sie das Labor bisher noch nie erlebt hat.

© KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI
Fabienne, technicienne en analyse biomedicales au CHUV, disseque un morceau de peau afin de le multiplier et de le mettre en culture, ce jeudi 8 janvier 2026 au centre de production cellulaire du CHUV, a Epalinges (VD)
© KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI

«Wir wurden sehr rasch angefragt, bereits am Freitag, dem 2. Januar», sagte Biologin Stéphanie Droz-Georget von der Abteilung für Zellproduktion gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ein kleines Stück gesunder Haut eines Patienten wurde entnommen und diente als Grundlage für die Gewebezucht im Labor in Epalinges bei Lausanne. Innerhalb von zwei bis drei Wochen wächst daraus eine transplantierbare Fläche von rund 2600 Quadratzentimetern – etwa so gross wie ein menschlicher Rücken.

Streng genommen handelt es sich nicht um vollständige Haut. «Sie haben keine Poren, und auch Haare fehlen», erklärt Droz-Georget. Da das Gewebe jedoch aus körpereigenen Zellen besteht, ist das Risiko einer Abstossung minimal. Das Transplantat wird in dünnen, rechteckigen Schichten auf die betroffenen Körperstellen gelegt und kann dort dauerhaft verbleiben. Bei Bedarf ist die Behandlung wiederholbar.

Das Zentrum, das jährlich sonst nur 15 bis 25 Anfragen erhält, sieht sich mit einer aussergewöhnlichen Welle an Patienten konfrontiert. Die aktuelle Krise hat die Teams emotional stark gefordert, aber auch spontane Solidarität ausgelöst. In Europa ist das Lausanner Labor einzigartig in seiner Grösse und besitzt eine Zulassung von Swissmedic. Neben Haut können dort auch andere Zellarten wie Knorpel gezüchtet werden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.