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Nach Boykott-Drohungen: ESC verschärft seine Abstimmungsregeln und verstärkt Jury

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Nach Boykott-Drohungen: ESC verschärft seine Abstimmungsregeln und verstärkt Jury
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Nach Boykottdrohungen mehrerer Länder wegen Israels geplanter Teilnahme am ESC 2026 reagiert die Europäische Rundfunkunion (EBU) mit Regeländerungen. Künftig entscheiden auch in den Halbfinals Fachjurys mit, um «Vertrauen, Transparenz und Publikumsbindung» zu stärken. Zugleich beschränkt die EBU die Anzahl der Fan-Stimmen pro Person: Unabhängig vom gewählten Kanal – ob Online-Voting, SMS oder Telefon – dürfen nur noch maximal zehn Stimmen abgegeben werden.

HARALD SCHNEIDER / KEYSTONE
ABD0098_20251118 - WIEN - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ Das Logo zum Eurovision Song Contest - Vienna 2026 , im Rahmen eines Pressetermins "Medienupdate zum Eurovision Song Contest" am Dienstag, 18
HARALD SCHNEIDER / KEYSTONE

Hintergrund ist laut Bild-Zeitung der Verdacht auf Manipulation beim ESC-Finale 2025 in Basel: Israels Kandidatin Yuval Raphael gewann überraschend das Publikums-Voting – ohne Beweise, aber begleitet von intensiven Social-Media-Kampagnen. Künftig sind daher «unverhältnismässige Werbeaktionen», insbesondere solche mit staatlicher Unterstützung, untersagt. Rundfunkanstalten und Künstler dürfen sich daran nicht beteiligen.

Die neuen Jurys sollen aus sieben unabhängigen Fachleuten bestehen, darunter mindestens zwei Personen zwischen 18 und 25 Jahren. Ihre Stimmen werden gleich stark gewichtet wie die der Zuschauer. Die EBU verschärft zudem die Sicherheitsvorkehrungen gegen Absprachen und Betrug beim Voting.

Ob die Reformen reichen, um einen Boykott abzuwenden, entscheiden die Mitgliedssender Anfang Dezember. Die finale Teilnehmerliste will die EBU noch vor Weihnachten vorlegen. ESC-Direktor Martin Green erklärte, die Änderungen sollen sicherstellen, «dass der Fokus dort bleibt, wo er hingehört – nämlich auf Musik, Kreativität und Verbundenheit».

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