US-Präsident Donald Trump hat die Frist für ein Friedensabkommen mit dem Iran um zehn Tage verlängert, nachdem Turbulenzen an den Finanzmärkten den Druck erhöht haben. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: «Auf Ersuchen der iranischen Regierung möchte ich mit dieser Erklärung bekanntgeben, dass ich die Frist für die Zerstörung der Energieanlage um zehn Tage bis Montag, den 6. April 2026, um 20.00 Uhr Ostküstenzeit verlängere. Die Gespräche laufen weiter und verlaufen sehr gut, auch wenn die Fake-News-Medien und andere das Gegenteil behaupten.»
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Die Entscheidung folgt auf einen deutlichen Rückschlag an der Wall Street: Wie die Financial Times berichtet, verlor der S&P 500 1,7 Prozent und fiel auf ein Sechsmonatstief, der Nasdaq gab 2,4 Prozent nach. Gleichzeitig stiegen die Renditen von US-Staatsanleihen, während Investoren wegen höherer Energiepreise und anziehender Inflation nervös reagieren. Die OECD rechnet für die USA mit einer Teuerung von 4,2 Prozent in diesem Jahr – der höchste Wert unter den G-7-Staaten.
Der Schritt markiert einen erneuten Kurswechsel im Umgang Washingtons mit dem Konflikt. Parallel zu diplomatischen Bemühungen hat das Pentagon zusätzliche Truppen in den Nahen Osten beordert. Insgesamt sind bereits rund 50.000 US-Soldaten in der Region stationiert, weitere Einheiten sind unterwegs.