Die Klimaaktivistin Carla Hinrichs will eine vom Amtsgericht Tiergarten verhängte Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro nicht bezahlen. Das berichtet die Bild-Zeitung. Hinrichs war im Juli 2024 für zehn Blockadeaktionen der Gruppe «Letzte Generation» in Berlin verurteilt worden – unter anderem wegen Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
PAUL ZINKEN / KEYSTONE
Statt der kumulierten Einzelsanktionen in Höhe von 500 Tagessätzen wurde die Strafe gemäss deutschem Strafrecht auf 150 Tagessätze zu je 40 Euro «zusammengezogen». Alternativ drohen Hinrichs nun 150 Tage Haft. Sie hat Berufung eingelegt, über die das Berliner Landgericht entscheidet. Der Prozessbeginn ist für den 21. November angesetzt, fünf Verhandlungstage sind geplant.
Hinrichs trat jahrelang als Pressesprecherin der «Letzten Generation» auf. Seit Februar 2025 steht sie zudem gemeinsam mit vier Mitangeklagten im Fokus der Münchner Generalstaatsanwaltschaft, die gegen die Gruppe wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Die Anklageschrift umfasst 149 Seiten. Hausdurchsuchungen, Kontensperrungen und die Beschlagnahmung von Spendengeldern folgten.