Nach dem Stromausfall in Berlin infolge eines mutmasslich linksextremen Anschlags sorgt eine interne E-Mail der Grünen-Fraktion für Kritik. In dem Schreiben wird den Abgeordneten eine Kommunikationslinie vorgegeben. Dies berichtet die Bild-Zeitung. Ziel ist es demnach, die Debatte politisch auf den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner zu fokussieren.
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In der Mail heisst es wörtlich: «Wir haben ein strategisches Interesse daran, dass die Debatte um Kai Wegner lange medial begleitet wird und als Führungs-/Kompetenzfrage beim Regierenden Bürgermeister hängen bleibt.» Die Kernbotschaft solle lauten: «Kai Wegner kann Krise nicht.» Zugleich wird ausdrücklich angewiesen: «nicht Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen.»
Die Grünen-Fraktionsführung erklärte der Bild: «Wir verurteilen diesen mutmasslich linksextremen Anschlag. Die Attentäter*innen gehören so rasch wie möglich vor Gericht gestellt und verurteilt.» Man wolle sich jedoch darauf konzentrieren, «wie wir unsere Stadt künftig besser schützen können».