Nach einer intensiven Fahndung ist der mutmassliche Messer-Attentäter von Bielefeld in Nordrhein-Westfalen gefasst worden. Gestern gegen 22.45 Uhr drang ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei in eine Wohnung in einem Hochhaus in Heiligenhaus ein und nahm den Verdächtigen, Mahmoud M., fest. Der Zugriff erfolgte laut Polizei mit «an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» auf den gesuchten Syrer, der nun befragt wird, um seine Identität endgültig zu klären, berichtet die Bild-Zeitung.
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Mahmoud M., geboren am 1. Januar 1990, soll am frühen Sonntagmorgen vor der Bar «Cutie» in Bielefeld mehrere Personen mit einem Messer und einem Stockdegen angegriffen haben. Vier Männer und eine Frau wurden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Laut Berichten leistete der Verdächtige bei der Festnahme Widerstand, blieb jedoch unverletzt und wurde direkt nach dem Zugriff medizinisch untersucht.
Die Ermittler prüfen nun, ob ein islamistisches Motiv hinter der Tat steckt. Sicherheitskreise berichten, dass Kontakte in die islamistische Szene nicht ausgeschlossen seien. Ob sich der Generalbundesanwalt einschaltet, ist offen.