Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass in linken Köpfen Nazidenken nistet, hat ihn der Verein Campact erbracht. Er sieht sich als Organisation zur Verteidigung der Demokratie. Tatsächlich bedient er sich Methoden, die – vorsichtig formuliert – fragwürdig sind.
Etwa gegen den Unternehmer Theo Müller (Müller-Milch), der sich juristisch gegen Hass und Hetze von Campact zur Wehr setzt.
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Der Verein hatte ihm unterstellt, die AfD zu unterstützen. Als «Beweis» führte er unter anderem ein Foto an, dass Müller bei den Bayreuther Festspielen mit AfD-Chefin Alice Weidel zeigte.
Die Kampagne, die Campact gegen das Unternehmen mit seinen mehr als 30.000 Beschäftigten lostrat, war beispiellos. Aufkleber, Plakate, Installationen denunzierten Müller-Produkte als «Nazi».
Was unter dem Strich worauf hinauslief? Deutsche, kauft nicht bei … Müller.
Der Unternehmer bestreitet, der AfD Geld gespendet zu haben oder in die Partei eintreten zu wollen. Doch selbst wenn – ist das verwerflich? Verboten? Strafbar?
Strafbar sollte das Vorgehen von Campact sein. Aber daraus wird wohl nichts, solange staatliche Akteure ihre schützende Hand über linke Nazis halten.