Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Molina mit Neonazi-Parole, Wermuth plötzlich Patriot: Trumps WEF-Rede lässt Linke endgültig durchdrehen

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Molina mit Neonazi-Parole, Wermuth plötzlich Patriot: Trumps WEF-Rede lässt Linke endgültig durchdrehen
Molina mit Neonazi-Parole, Wermuth plötzlich Patriot: Trumps WEF-Rede lässt Linke endgültig durchdrehen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Nach der Rede des US-Präsidenten Donald Trump am WEF in Davos überschlagen sich die Reaktionen. Vor allem im linken Lager überbietet man sich mit Interpretationen, die es meist auf die Form und den Stil des Gesagten, nicht aber auf dessen Inhalt absehen.

Molina mit Neonazi-Parole, Wermuth plötzlich Patriot: Trumps WEF-Rede lässt Linke endgültig durchdrehen

So sei Trumps Kritik an der europäischen Energie-, Migrations- und Wirtschaftspolitik schlicht realitätsfremd, wischt ein SRF-Wirtschaftsredaktor die Rede kurzerhand weg. Man fragt sich: Wer ist näher an der Realität, der US-Präsident, der von der Bevölkerung gewählt worden ist, oder der hiesige Staatsfunk, der nur dank Zwangsgebühren überhaupt existiert?

Auch bei der SP vergessen sich die «Experten». Aussenpolitiker Fabian Molina schreibt auf Instagram: «Grönland gehört den Grönländern». Der Slogan erinnert stark an die Neonazi-Parole «Deutschland den Deutschen». Jedenfalls würde sich Molina lieber im ewigen Eis vergraben, statt ein einziges Mal den Satz zu sagen: Die Schweiz den Schweizern.

Auch SP-Co-Präsident Cédric Wermuth ist entsetzt. Weil seine Mitstreiterin Mattea Meyer derzeit erschöpfungsbedingt ausfällt, hat der 39-jährige Vollzeitpolitiker alle Hände voll zu tun, dem vierzig Jahre älteren US-Präsidenten hinterherzuspringen. So verlangt Wermuth von Bundespräsident Guy Parmelin, dass dieser jetzt «Klartext» spreche und «Haltung» zeige, unter anderem «für die Wahrung der Schweizer Souveränität».

Wermuth, der sich selbst als «Internationalist» bezeichnet und nach eigenem Bekunden nicht stolz darauf ist, Schweizer zu sein, der gleiche Wermuth, der eine Partei präsidiert, die ihrem Programm zufolge einen EU-Beitritt der Schweiz zum Ziel hat, entdeckt plötzlich die Schweizer Souveränität. Der Einfluss von Trump ist tatsächlich unergründlich.

Bittere Ironie der linken Trump-Empörung: Plötzlich setzen sich Wermuth, Molina und Co. für ein Königsreich und dessen De-facto-Kolonie ein, wobei sie die Zwangsadoptionen, die Zwangsverhütung oder auch die Missachtung der grönländischen Traditionen durch die Dänen in der jüngeren Vergangenheit ausblenden. Von der Schweiz hingegen verlangen sie, die «kolonialen Verstrickungen in der Vergangenheit» aufzuarbeiten. Wenn es gegen Trump geht, ist den Linken keine Widersprüchlichkeit zu gross.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.