Ein Feuer in einer Bar in Crans-Montana hat in der Silvesternacht viele Tote und Verletzte gefordert. Das ist die Nachricht, die am Neujahrsmorgen die Schlagzeilen beherrscht. Die Ursache ist noch unklar, die Rede ist von Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen.
Auch aus anderen Ländern werden Brände und Angriffe mit Böllern gemeldet, Letzteres unter anderem aus der deutschen Hauptstadt Berlin.
Alessandro della Valle/Keystone via AP
Die Ereignisse rufen Wut und Demut hervor. Während die Gewaltexzesse in Deutschland seit der Silvesternacht 2015/2016 schon fast zur multikulturellen Szenerie gehören – Symbole einer perversen Einwanderungspolitik, die die verantwortlichen Politiker immer noch verantwortungslos geschehen lassen –, geht die Tragödie im Unterwallis unter die Haut.
Gestern noch haben wir von der anderen Talseite auf Crans-Montana hinübergeblickt, an einem prachtvollen Wintertag voller vom Nebel weiss verzauberter Bäume, die im Sonnenschein glitzerten. Die Nacht war sternenklar, ein heller Mond beschien die Gegend, die Menschen feierten fröhlich und friedlich – und dann brach dort dieses Inferno aus.
Mitten in der Party kam der Tod, riss die sorglos Feiernden aus dem Leben – ein Fanal, wie schnell alles vorbei sein, wie Freude sich in Entsetzen, Trauer, Tod verwandeln kann. Neben Mitgefühl und Empathie lehrt uns die Tragödie von Crans-Montana eine demütige Haltung dem Leben gegenüber.
Natürlich sagt der Realist und vielleicht auch der Zyniker in uns, dass das Leben immer lebensgefährlich ist. Aber wenn wir zu Jahresbeginn einen durchaus frommen Wunsch frei hätten, dann diesen: dass zumindest das sinnlose, vermeidbare menschgemachte Sterben und Töten aufhören möge.