Mitte-Präsident Gerhard Pfister empörte sich am Wochenende auf Tele Züri über die Gewaltausschreitungen anlässlich des Eurovision Song Contest vom vergangenen Samstag in Basel. «Es hat Demonstrationen gegeben, es hat unbewilligte Demonstrationen gegeben. Dass man demonstrieren kann, ist unbestritten, aber wenn das nicht bewilligt ist, dann geht das nicht», so Pfister. «Und wenn dann an unbewilligten Demonstrationen noch drei Polizisten verletzt werden, dann ist das halt etwas, was wir einfach nicht zulassen dürfen.» Er hätte auch sagen können, wer die ganze Geschichte mit angeheizt hat.
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Der Schweizer Nemo, letztjähriger Sieger des ESC, wollte im Vorfeld des Wettbewerbs den israelischen Auftritt verbieten lassen. Letztlich muss auch er Verantwortung dafür übernehmen, was am Rande dieses Lieder- oder Gesangwettbewerbes ablief. Eigentlich hätte man Nemo deswegen ausschliessen müssen, aufgetreten ist er trotzdem.
Auf der Strasse zündeten vermummte Demonstranten Bengalos, verbranten USA- und Israel-Flaggen und lieferten sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei – und das alles, weil eine israelische Sängerin an diesem Contest teilgenommen hat. Das ist doch fadenscheinig und ziemlich weit hergeholt.
Dass beim Einsatz auch noch drei Ordnungshüter verletzt wurden, macht die Demo definitiv zur Krawallorgie.
Demonstrieren in der Schweiz für ein Anliegen geht jedenfalls anders. Hier waren Chaoten am Werk.
Die Polizei hat 400 von ihnen kontrolliert. Es wäre gut, aufzuzeigen, wer diese Leute tatsächlich sind. Sind es Schweizer Extremisten oder Palästinenser, die hier Gastrecht geniessen? Die Basler Polizei sollte für Transparenz sorgen und den Krawallbrüdern den Aufwand in Rechnung stellen.