Am Mittwochnachmittag hat die rechtsextreme Gruppierung Junge Tat eine Veranstaltung der SVP-Fraktion auf der Rütliwiese massiv gestört. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, reiste die Partei mit rund 170 Personen – darunter Nationalräte, Bundesräte und Medienvertreter – in die Innerschweiz. Während Reden von SVP-Politikern wie Marcel Dettling und Thomas Aeschi sowie Publizist Markus Somm wurde die Veranstaltung durch Megafon-Gesänge, Rauch und ein grosses Banner mit der Aufschrift «Remigration» unterbrochen.
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Eine Drohne, die Flugblätter abwerfen sollte, stürzte ab und blieb in einer Baumkrone hängen. Die Gruppe bekannte sich am Tag danach zur Aktion. Laut Sprecher Tobias Lingg wollte man damit einen «ästhetischen Appell» setzen – konkret: ein Zeichen gegen aus ihrer Sicht falsche Integrationspolitik. Die Botschaft sei bewusst auf dem symbolträchtigen Rütli platziert worden. Die SVP sprach dagegen von mangelndem Demokratieverständnis.
Die Kantonspolizei Uri kontrollierte in Seelisberg fünf Personen und stellte eine Drohne sicher. Ob strafbare Handlungen vorliegen, wird derzeit geprüft. Neben der Polizei war auch ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz, der von der SVP beauftragt worden war – unter anderem wegen der Anwesenheit der Bundesräte Guy Parmelin und Albert Rösti.