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Mit Geld aus Dubai-Konto: Reicher Genfer Geschäftsmann zahlt 200.000 Franken Kaution für Morettis Freilassung

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Mit Geld aus Dubai-Konto: Reicher Genfer Geschäftsmann zahlt 200.000 Franken Kaution für Morettis Freilassung
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Jacques Moretti, Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, ist seit vergangenem Freitag wieder auf freiem Fuss. Möglich wurde die Freilassung durch eine Kautionszahlung, die laut Recherchen der italienischen Zeitung La Repubblica von einem reichen Genfer Geschäftsmann stammt. Der Betrag sei mutmasslich über ein Konto in Dubai überwiesen worden. Der Geldgeber bleibt anonym, soll laut dem Walliser Zwangsmassnahmengericht jedoch ein «enger Freund» des Beschuldigten sein.

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
The owners of the bar in Crans-Montana, where the deadly fire happened on New Year's Day, Jacques, left, and Jessica Moretti from France, arrive to be auditioned by the Valais public prosecutor's office in Sion, Switzerland, Friday, January 9, 2026
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

200.000 Franken seien für Jacques Moretti eingegangen, der gleiche Betrag auch für seine Frau Jessica, obwohl sie nicht in Untersuchungshaft sass. Beide müssen sich seither täglich bei der Polizei melden und haben ihre Ausweisdokumente abgegeben. Die Eheleute leben wieder in ihrem Wohnhaus nahe Crans-Montana – jenem Ort, wo in der Silvesternacht ein Brand in ihrer Bar vierzig Menschenleben forderte.

Das Gericht hat nach eigenen Angaben die Herkunft der Kautionsgelder und das Verhältnis zum Zahler geprüft. Über das Ergebnis wurde jedoch nichts bekannt. Italiens Regierung fordert nun umfassende Aufklärung. Aussenminister Antonio Tajani sprach von der Notwendigkeit, «die Beziehungen dieser Person zum Ehepaar Moretti und mögliche Interessenkonflikte» zu klären. Premierministerin Giorgia Meloni bezeichnete die Entscheidung, Moretti auf Kaution freizustellen, als «Affront» gegenüber den Hinterbliebenen.

Kritik richtet sich auch an die Schweizer Justiz: Im Wallis wachse der Druck, die Ermittlungen unabhängigen Stellen zu übergeben – zu gross sei das Misstrauen gegenüber einem Justizapparat, dem politische Nähe und Intransparenz vorgeworfen werden.

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