Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Missliebige Reporter mundtot machen»: Nach Kimmel-Rauswurf sieht Obama autoritäre Tendenzen in Amerika

Nach der umstrittenen Absetzung des US-Talkmasters Jimmy Kimmel hat sich Ex-US-Präsident Barack Obama deutlich zu Wort gemeldet. In mehreren Beiträgen auf der Plattform X kritisierte er die Regierung von Donald Trump. Diese instrumentalisiere staatliche Macht, um unliebsame Stimmen zum Schweigen zu bringen – und hebe damit die «Cancel-Culture» auf eine «neue und gefährliche Ebene».

2025 Getty Images
FILE - Former President Barack Obama arrives before the 60th Presidential Inauguration in the Rotunda of the U
2025 Getty Images

Obama warf der Regierung vor, Medienunternehmen unter Druck zu setzen, etwa durch regulatorische Drohungen, wenn diese sich weigerten, «missliebige Reporter und Kommentatoren mundtot zu machen». Besonders kritisierte er die Entlassung der Washington Post-Kolumnistin Karen Attiah, die nach kritischen Aussagen zur Waffengewalt in den USA ihren Job verloren hatte. «Genau diese Art von staatlichem Zwang sollte der Erste Verfassungszusatz verhindern – und die Medienunternehmen müssen anfangen, sich dagegen zu wehren, statt vor ihm zu kapitulieren», schrieb Obama.

Parallel dazu stellten Demokraten im US-Kongress einen Gesetzesentwurf vor: Der «No Political Enemies Act» soll Personen schützen, die wegen regierungskritischer Aussagen ins Visier von Behörden geraten. Senator Chris Murphy bezeichnete den Vorstoss als «entscheidenden Moment» im Kampf um Meinungsfreiheit. Er warf Justizministerien und Konzernen vor, als «Handlanger Trumps» zu agieren: «Ihr werdet diesen Moment bereuen, wenn Amerika keine Demokratie mehr ist.»

Die Erfolgsaussichten des Gesetzes gelten als gering – die Demokraten sind im Kongress in der Minderheit. Doch selbst unter Republikanern mehren sich laut der deutschen Zeitung Die Welt die Zweifel an der politischen Linie des Präsidenten in Sachen Meinungsfreiheit.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.