Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Miss Olympia» Ruth Metzler drückt sich vor Volksabstimmungen. Weil der Souverän die Winterspiele 2038 garantiert versenken würde. Jetzt braucht’s zwei Milliarden private Defizitgarantie

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
«Miss Olympia» Ruth Metzler drückt sich vor Volksabstimmungen. Weil der Souverän die Winterspiele 2038 garantiert versenken würde. Jetzt braucht’s zwei Milliarden private Defizitgarantie
«Miss Olympia» Ruth Metzler drückt sich vor Volksabstimmungen. Weil der Souverän die Winterspiele 2038 garantiert versenken würde. Jetzt braucht’s zwei Milliarden private Defizitgarantie
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die oberste Schweizer Sportfunktionärin will per 2038 Olympische und Paralympische Winterspiele in der Schweiz mit Biegen und Brechen durchdrücken. Im SRF-«Tagesgespräch» mit David Karasek hat alt Bundesrätin Ruth Metzler (Mitte) als Präsidentin von Swiss Olympic deutlich gemacht, dass sie keine Volksabstimmung über ihr Projekt wünscht.

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Ruth Metzler-Arnold, Praesidentin Swiss Olympic, gibt ein Interview am Ende einer Medienkonferenz des Vereins Switzerland 2038 zum Projektstand der Kandidatur "Olympische und Paralympische Winterspiele in der Schweiz", am Montag, 12
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Karasek konfrontierte Ruth Metzler mit negativen Stimmen aus dem Volk, vor allem von der Bergbevölkerung. Da war bei einer Befragung der Sendung «10 vor 10» über eine Winterolympiade vor allem die Rede von einem ganz kurzen Rausch und einem ganz langen Kater. Auch die ökologischen Bedenken bezüglich einer langfristigen Landschaftsbelastung sind gross.

Die Promotoren dieser Kandidatur behaupten jetzt, wegen des Zeitdrucks der Bewerbung bis 2027 sei es unmöglich, die Bevölkerung um ihre Meinung zu fragen. Diese Strategie läuft auf eine Erpressung hinaus. Oder jedenfalls auf die Hoffnung, dass bei grünem Licht des Internationalen Olympischen Komitees der Zug nicht mehr aufgehalten werden kann.

Die 190 Millionen Franken, die der Bundesrat gesprochen hat, sind ein lächerlicher Tropfen auf den heissen Stein – und höchstens ein Beleg, dass die Landesregierung höchst lauwarm hinter einer Olympiakandidatur steht.

Falls es Swiss Olympic und Ruth Metzler tatsächlich ernst meinen mit dem Projekt, müssen die Befürworter bis 2027 mindestens zwei Milliarden Franken Defizitgarantie bereitstellen. Und zwar aus privaten Mitteln, finanziert von der Schweizer Wirtschaft. Falls ihr dies nicht gelingt, ist so klar wie das Amen in der Kirche: Das entsprechende Interesse ist nicht vorhanden, der Staat beziehungsweise die Steuerzahler werden 2038 auf einem mehrfachen Milliardendefizit sitzenbleiben.

Und genau so pokern heute die Sportfunktionäre. Sie wissen genau, dass Olympische und Paralympische Winterspiele niemals einen Gewinn abwerfen – wie das noch 1928 und 1948 in St. Moritz der Fall war. Denn unsere Infrastrukturen sind bei weitem nicht bereit für die Anforderungen von 2038. Weder für die traditionellen Sportarten noch für jene, die erst kürzlich dazugekommen sind. Geschweige denn für jene, die in den nächsten zwölf Jahren noch dazukommen werden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.