US-Präsident Donald Trump hat den hochrangigen Grenzschutzkommandant Greg Bovino – von Kritikern als «Gestapo-Greg» diffamiert – in Minneapolis abgezogen und an seinen früheren Einsatzort in Kalifornien versetzt. Bovino stand zuletzt im Zentrum der aggressiven Einwanderungskontrollen, die durch die tödlichen Schüsse eines Bundesbeamten auf den Intensivpfleger Alex Pretti landesweite Empörung ausgelöst hatten.
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Der Rückzug markiert eine Wende in der bisherigen Hardliner-Strategie Washingtons. In einem Telefonat mit dem demokratischen Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, signalisierte Trump eine engere Zusammenarbeit und stellte eine Reduzierung der Bundesagenten im Bundesstaat in Aussicht. Während Trump den Gouverneur zuvor noch als «korrupt» und «dumm» beschimpft hatte, sprach er nun von einem «sehr guten Gespräch». Der US-Präsident betonte, man sei auf einer Wellenlänge. Die Leitung der Operationen übernimmt nun der bekannte Grenzschutzbeauftragte Tom Homan.