Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, fordert in einem Interview mit der Berliner Zeitung eine grössere Meinungsvielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das System müsse langfristig mit den bestehenden Beiträgen auskommen, erklärte der CDU-Politiker. Für die Akzeptanz seien «Binnenpluralität» und eine breite Vertretung aller Meinungen des demokratischen Spektrums entscheidend.
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Haseloff verwies auf Untersuchungen, die eine «Unwucht» bei der Meinungsvielfalt belegen würden. Die Mehrheit der Bevölkerung stehe politisch in der Mitte oder rechts der Mitte, dies spiegle sich im Programm jedoch nicht ausreichend wider. Kritik übte er auch an den Gehältern beim MDR, die er als «finanziell komfortabel» bezeichnete.
Ob er zur Landtagswahl 2026 erneut kandidiert, liess er offen. Über seinen Medienkonsum sagte er, er sehe selten Talkshows: «Ich muss mir mein Weltbild nicht einordnen lassen.»