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«Merz, stirb doch selbst an der Ostfront»: Polizei ermittelt nach Plakaten bei Schulstreiks gegen Wehrpflicht

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«Merz, stirb doch selbst an der Ostfront»: Polizei ermittelt nach Plakaten bei Schulstreiks gegen Wehrpflicht
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Bei Demonstrationen gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht sind in Berlin und München Jugendliche vorübergehend festgenommen worden. Grund waren Plakate mit beleidigenden Parolen über Bundeskanzler Friedrich Merz.

Nach Angaben der Polizei wurde in Berlin ein Demonstrant kurzzeitig in Gewahrsam genommen, nachdem er ein Schild mit der Aufschrift «Merz leck Eier» gezeigt hatte. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung.

Christoph Soeder/DPA/Keystone
Berlin: Schülerinnen und Schüler demonstrieren beim bundesweiten Schulstreik gegen die Wehrpflicht
Christoph Soeder/DPA/Keystone

Auch in München kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Dort sollen Jugendliche ein Plakat mit der Aufschrift «Merz, stirb doch selbst an der Ostfront» gezeigt haben. Laut der Bundestagsabgeordneten Nicole Gohlke prüft die Polizei auch in diesem Fall Ermittlungen wegen Beleidigung.

Die Vorfälle ereigneten sich bei Aktionen des Bündnisses «Schulstreik gegen Wehrpflicht». Hintergrund ist eine Reform des Wehrdienstes: Seit Januar erhalten alle 18-Jährigen einen Fragebogen zur möglichen Verwendung bei der Bundeswehr, den Männer verpflichtend ausfüllen müssen. Sollte sich nicht genügend Personal freiwillig melden, schliesst die Bundesregierung eine Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht aus.

Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich an den Protesten in mehr als 140 Städten zehntausende junge Menschen. In Berlin zählte die Polizei rund 3000 Teilnehmer, die Organisatoren sprechen von etwa 6000. Weitere Demonstrationen sind bereits angekündigt.

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