Merz’ Regierungserklärung: Der Kanzler für alle ist in Wahrheit nur der Kanzler für die einen
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Merz’ Regierungserklärung: Der Kanzler für alle ist in Wahrheit nur der Kanzler für die einen

Wenn das Sowohl-als-auch eine Qualität in der Politik ist, dann hat Friedrich Merz eine gute erste Rede als neuer Kanzler gehalten: Schulden machen, bis der Arzt kommt, ist erlaubt – stimmt, aber wir müssen «äusserst behutsam damit umgehen», denn Zinszahlungen und Rückzahlung kämen ja auch noch, ruft Merz in Erinnerung. «Wir unterstützen kraftvoll die Ukraine», sagt er, aber ob Waffenlieferungen wie die von Taurus-Marschflugkörpern dazugehören – dazu gibt er bei aller Detailverliebtheit seiner sonstigen Rede keine Auskunft.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Friedrich Merz delivers his first speech as German Chancellor in the parliament in Berlin, Germany, Wednesday, May 14, 2025
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved

Einen Mindestlohn von 15 Euro, wie ihn die SPD unbedingt durchsetzen will, verspricht er nicht. Eine Tarifbindung, die möglichst viele Unternehmen unterschreiben sollen, dafür schon. Er erfüllt damit eine alte sozialdemokratische Idee, die allen Vorstellungen von Freiheit und Bürokratieabbau in der Unternehmenswelt widerspricht. Hinter seinen Worten von mehr «Vertrauen und Verantwortung gegenüber Unternehmen und ihren Beschäftigten» steht damit jetzt schon ein Fragezeichen.

Friedrich Merz strebt sichtlich danach, Kanzler für alle zu sein. Jedenfalls für alle die, die seine Machtbasis jetzt tragen: Union und SPD. Das ist schwierig genug.

Sein Hauptproblem aber ist: Er ist damit längst nicht ein Kanzler, den alle Deutschen wollen.

Eine grosse Minderheit rechts und auch links wollte ihn nicht. Und Merz hat in seiner Regierungserklärung keinerlei Bewegung erkennen lassen, auf diese Gruppen zuzugehen. «Wir wollen regieren, um Zusammenhalt zu stiften», lautete zwar ein zentraler Satz seiner Erklärung. Aber solange die Brandmauer gegen rechts und links stehen bleibt, ist von diesem Zusammenhalt nichts zu erkennen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.