Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz blickt auf ein düsteres Geschäftsjahr 2025 zurück, in dem der Gewinn unter dem Druck massiver externer Faktoren regelrecht eingebrochen ist. Wie der Dax-Konzern mitteilte, sackte das Betriebsergebnis (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ab. Hauptverantwortlich für dieses Debakel waren neben einem schwachen China-Geschäft vor allem die drastisch erhöhten US-Importzölle, die allein rund eine Milliarde Euro an Gewinn verschlangen. Trotz Einsparungen von über 3,5 Milliarden Euro konnte der Konzern den Abwärtstrend, der nun bereits das dritte Jahr in Folge anhält, nicht stoppen.
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Besonders schmerzhaft gestaltete sich die Situation im wichtigen chinesischen Markt, wo der Absatz um fast ein Fünftel einbrach. In einem Umfeld von intensivem Wettbewerb und negativen Wechselkurseffekten schrumpfte der weltweite PKW-Absatz auf 1,8 Millionen Fahrzeuge. Die bereinigte Umsatzrendite der Kernsparte sank auf bescheidene 5,0 Prozent – ein Wert, der weit hinter den einstigen Ambitionen von bis zu 14 Prozent zurückbleibt. Mercedes-Chef Ola Källenius, der sich bereits vor einem Jahr von den ursprünglichen Renditezielen verabschiedet hatte, peilt mittelfristig nun eine Marge von 8 bis 10 Prozent an.
Trotz der halbierten Nettogewinne von 5,3 Milliarden Euro zeigt sich das Unternehmen bei der Ausschüttung an die Aktionäre vergleichsweise grosszügig. Die vorgeschlagene Dividende von 3,50 Euro pro Aktie fiel höher aus, als viele Marktbeobachter angesichts der schwachen Zahlen befürchtet hatten. Für das laufende Jahr 2026 setzt Källenius auf eine leichte Erholung beim operativen Ergebnis, während der Umsatz auf Vorjahresniveau stabilisiert werden soll.