Die 75. Minute im Hinspiel des Viertelfinals der Champions League gegen Inter Mailand war angebrochen, als sich die 70.000 in der Münchner Arena erhoben und applaudierten. Der Grund für die Standing Ovations: Ein neuer alter Spieler kam aufs Feld, Thomas Müller, 35, Rekordmann des deutschen Rekordmeisters. Zehn Minuten später jubelten die 70.000 erst recht: Kaum auf dem Rasen, hatte Müller zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen. Es war ein typisches Müller-Tor, wie er sie in seinen siebzehn Jahren als Profifussballer so oft erzielt hatte: Der Raumdeuter und Instinktspieler stand einfach am richtigen Ort. Die Ausführung: unkonventionell.
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